Die Geschichte Monacos in 7 Meilensteinen

1297 – Eroberung von Monaco durch François Grimaldi

Im Jahr 1297 verschmilzt die Geschichte der Grimaldi mit der von Monaco. Zu dieser Zeit war Genua von inneren Kämpfen zwischen den Welfen und den Ghibellinen geprägt. In der Nacht vom 8. Januar verkleidete sich der Guelf François Grimaldi, genannt „Malizia“, als Mönch und nutzte diese List, um die Festung einzunehmen.

Seit dieser Heldentat wird das Wappen der Grimaldi übrigens von zwei Mönchen flankiert, die ein Schwert schwingen, und die auf der Place du Palais aufgestellte Statue erinnert an diese Gründungsgeschichte.

1866 – Gründung von Monte-Carlo

Prinz Karl III. spielte eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des Fürstentums, insbesondere indem er der neuen Stadt, die auf dem Plateau des Spélugues entstand, seinen Namen gab.

Bereits 1858 hatte er die Idee, ein Viertel zu schaffen, das dem Meeresbaden und der Freizeitgestaltung gewidmet sein sollte. Dieses ehrgeizige Projekt nahm mit dem Bau des berühmten Casinos de Monte-Carlo und des Hôtel de Paris, die 1863 bzw. 1864 eingeweiht wurden, rasch Gestalt an. Zu seinen Ehren benannte Karl III. dieses Viertel offiziell „Monte-Carlo“. Hotels, Cafés und Restaurants entstanden in der Folge rasch. Damit legte Karl III. den Grundstein für das moderne Monaco.

1911 – Erste Verfassung unter Albert I.

Um den Bestrebungen seiner Bevölkerung gerecht zu werden, führte Fürst Albert I. eine institutionelle Ordnung ein. Im Jahr 1911 erhielt das Fürstentum Monaco somit eine Verfassung und trat in die politische Moderne ein.

Die Verfassung von 1911 regelt die Regierungsführung und führt eine Aufteilung der Gesetzgebungsbefugnisse zwischen dem Fürsten und einem Conseil National ein, dessen Mitglieder aus den Reihen der monegassischen Staatsangehörigen gewählt werden.

Die Verfassung von 1962 unter der Herrschaft von Rainier III. entwickelte sich hin zu einer stärkeren Achtung der grundlegenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Freiheiten. Frauen erhielten das Wahlrecht für alle Wahlen, und die Todesstrafe wurde abgeschafft.

1949 – Thronbesteigung von Rainier III.

Rainier III. ist erst 26 Jahre alt, als er die Nachfolge seines Großvaters, Prinz Louis II., antritt. Damit wird er zum jüngsten Herrscher Europas.

Im selben Jahr unterzeichnet das Fürstentum das Beitrittsabkommen zur UNESCO, der Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Kultur, Bildung und Wissenschaft.

Dies ist zugleich der Beginn großer Entwicklungsprojekte. Rainier III., der „Bauprinz“, beschließt nämlich, Monaco neu zu beleben und ihm neuen Schwung zu verleihen. Eine Politik der Großprojekte, die so bedeutend war, dass sie es ermöglichte, das monegassische Staatsgebiet um mehr als ein Fünftel seiner Fläche zu vergrößern.

1956 – Hochzeit von Rainier III.

Es gibt Ehen, die Geschichte schreiben … Die Hochzeit zwischen Rainier III. und Grace Kelly ist bis heute unvergessen. Nach ersten Begegnungen im Jahr 1955 auf dem Felsen beschließt der Hollywood-Star ein Jahr später, aus Liebe eine Königin zu werden.

Diese einzigartige Verbindung war die erste königliche Hochzeit, die im Fernsehen übertragen wurde: eine Live-Übertragung in Schwarz-Weiß, die von 30 Millionen Zuschauern verfolgt wurde, während 1.800 Journalisten vor Ort waren.

1993 – Beitritt Monacos zur UNO 

Das Fürstentum, das seit 1956 Beobachterstatus besaß, wurde am 28. Mai 1993 zum 183. Mitgliedstaat der Vereinten Nationen, nachdem es zuvor bereits der UNESCO beigetreten war, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1948 sowie der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) im Jahr 1957 beigetreten war.

Eine Politik, die Prinz Rainier III. sehr am Herzen lag, da er sich wünschte, dass Monaco eine vollwertige Rolle im Konzert der Nationen spielen sollte. Im Jahr 2004 trat das Fürstentum zudem dem Europarat bei.

2005 – Thronbesteigung von Prinz Albert II.

Im Alter von 47 Jahren wurde Albert II. nach dem Tod von Rainier III. am 6. April 2005 im Thronsaal inthronisiert. Ein Moment, der die Monegassen tief bewegte, die sich zu diesem Anlass auf dem Place du Palais versammelt hatten. Von Beginn seiner Regierungszeit an bekräftigt der Fürst sein Engagement für den Umweltschutz – ein Anliegen, das zu einer der Prioritäten seiner Politik werden sollte.

Bonus – 2050 – CO₂-Neutralität

Denn Geschichte ist wichtig, aber die Zukunft ist entscheidend: Entscheiden wir uns für ein zukunftsweisendes Datum. 2050 ist das Jahr, in dem Monaco hofft, CO₂-Neutralität zu erreichen, wie 2015 auf der 21. UN-Klimakonferenz angekündigt wurde.

Unter der Führung des Fürsten verfolgt Monaco eine entschlossene Politik der nachhaltigen Entwicklung. Das Fürstentum arbeitet intensiv daran und hat zudem ein Zwischenziel angekündigt, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 % zu reduzieren.